Maserati BiTurbo

Restaurierung Maserati BiTurbo

Am 14. Dezember 1981, dem 67. Jahrestag der Maserati-Gründung, präsentierte das Werk die Urversion des Biturbo. Dabei handelte es sich um ein kompaktes, 2+2-sitziges Stufenheckcoupé in stark ausgeprägter Keilform, angetrieben von einem Zweiliter-V6, der mit zwei Turboladern versehen auf für den bescheidene Hubraum damals sehr beachtliche 180 PS kam. Die Frontpartie wirkte mit ihren rechteckigen Doppelscheinwerfern und dem trapezförmigen Maserati-Kühlergrill wie eine verkleinerte Ausgabe der Front des zeitgenössischen Maserati Quattroporte und sorgte so für die gewünschte Familienähnlichkeit. Technisch war der Biturbo mit hinterer Einzelradaufhängung auf der Höhe der Zeit, mit der damals neuen Doppelturbo-Technologie und drei Ventilen je Zylinder befand er sich sogar in der Avantgarde. Unzeitgemäß war allerdings die Gemischaufbereitung des doppelt aufgeladenen Motors über einen Registervergaser; eine Lösung, die es an und für sich seit der unseligen Corvair von Chevrolet zu Beginn der 1960er Jahre in der Serie kaum mehr gegeben hatte und die fortan dem kleinen Maserati neben exzessivem Durst noch vielerlei technische Probleme und aus diesem Grunde eine eingeschränkte Zuverlässigkeit bescherte – dafür aber einen Auspuffklang von unvergleichlicher Faszination erzeugte. Es dauerte denn auch nicht allzu lange, bis der Vergaser einer modernen Einspritzanlage wich. Die Zuverlässigkeit steigerte sich dank der neuen Gemischaufbereitung beträchtlich, das aufreizende Verbrennungsgeräusch war allerdings dahin. In der Urversion versprach Maserati für den Biturbo eine Höchstgeschwindigkeit von 215 km/h und 6,7 sec. für den Standardsprint von 0-100 km/h.